Die Schwachstelle liegt in der Navigation API, einer Programmierschnittstelle der Browser-Engine, über die Webseiten Navigationsvorgänge steuern. Dort wurden Eingaben über die Grenzen verschiedener Herkünfte (Origins) hinweg unzureichend geprüft. Dadurch lässt sich die Same Origin Policy umgehen – jener grundlegende Schutzmechanismus, der dafür sorgt, dass Inhalte einer Website nicht ungehindert auf Daten oder den Kontext einer anderen Website zugreifen können. Ausgelöst wird der Fehler durch das bloße Verarbeiten speziell präparierter Webinhalte: Ruft das Opfer eine bösartig gestaltete Seite auf, kann diese die Trennung zwischen unterschiedlichen Herkünften aushebeln und so etwa auf Inhalte anderer Websites zugreifen, die eigentlich abgeschottet sein sollten. Betroffen ist die Browser-Engine, die in Safari sowie in den Apple-Betriebssystemen für iPhone, iPad, Mac und das räumliche Betriebssystem zum Einsatz kommt. Da nur der Aufruf einer manipulierten Seite genügt, eignet sich die Lücke gut für Angriffe über untergeschobene Links.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Trivy-Schwachstellenscanner über Backdoor kompromittiert – Supply-Chain-Angriff trifft CI/CD-Pipelines 23.03.2026
- Artikel Apple führt Hintergrund-Sicherheitsupdates ein – erster Einsatz behebt WebKit-Lücke 19.03.2026
- Artikel Apple schließt WebKit-Lücke zur Umgehung der Same-Origin-Policy in iOS und macOS 18.03.2026
- Artikel Apple liefert ersten Background-Security-Improvements-Patch für WebKit-Lücke 18.03.2026