Multiple Products
Die Schwachstelle betrifft mehrere Fortinet-Produkte, darunter FortiAnalyzer, FortiManager, FortiOS, FortiProxy, FortiNAC-F und FortiWeb. Ursache ist eine Umgehung der Authentifizierung über einen alternativen Pfad beziehungsweise Kanal: Die Anmeldeprüfung lässt sich auf einem Weg passieren, der nicht die eigentlich vorgesehenen Kontrollen durchläuft. Voraussetzung ist, dass auf dem Zielgerät die Single-Sign-on-Anmeldung über FortiCloud aktiviert ist. Ein Angreifer, der lediglich über ein eigenes FortiCloud-Konto mit einem darin registrierten Gerät verfügt, kann sich dadurch auch an Geräten anmelden, die vollständig fremden Konten zugeordnet sind. Die Mandantentrennung der Cloud-Anbindung wird damit ausgehebelt: Der Angreifer erhält Zugriff auf Systeme, für die er keinerlei Berechtigung besitzt. Da es sich um Firewalls, Verwaltungs- und Analyseplattformen der Netzwerkinfrastruktur handelt, reicht die Auswirkung eines solchen Zugriffs weit über das einzelne Gerät hinaus.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des betroffenen Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Wochenrückblick: FortiBleed, massenhaft Schwachstellen und anhaltende Angriffe auf schlecht abgesicherte Systeme 22.06.2026
- Artikel Fortinet: FortiBleed nutzt alte Zugangsdaten und Brute-Force statt neuer Schwachstelle 22.06.2026
- Artikel CISA setzt Frist: Aktiv ausgenutzte FortiClient-EMS-Lücke bis Freitag patchen 06.04.2026
- Artikel Kritische SQL-Injection-Lücke in Fortinet FortiClient EMS wird aktiv ausgenutzt 30.03.2026
- Artikel FortiGate-Firewalls als Einfallstor: Angreifer erbeuten Dienstkonto-Zugangsdaten 10.03.2026