Montag · 15.06.2026 Ausgabe 2736 RSS
Nachrichten Cybersicherheit täglich
CVE-2026-31431

Kernel

Hersteller: Linux
7,8 HIGH CVSS Basis-Score
Beschreibung

Die Schwachstelle steckt im Linux-Kernel, genauer in der Krypto-Schnittstelle algif_aead. Über diese Schnittstelle können Programme aus dem Benutzerbereich die im Kernel implementierte verschlüsselnde Verarbeitung (Authenticated Encryption with Associated Data) nutzen. Das Problem entsteht dadurch, dass die Verarbeitung „in-place“ erfolgte, also Quelle und Ziel auf denselben Speicherbereich gelegt wurden – obwohl beide tatsächlich aus unterschiedlichen Speicherabbildungen stammen. Aus dieser fehlerhaften Behandlung der getrennten Speicherbereiche ergibt sich eine unzulässige Weitergabe von Ressourcen über Grenzen hinweg, durch die ein lokaler Angreifer seine Rechte auf dem System ausweiten kann. Gelingt dies, verschafft er sich höhere Berechtigungen, als ihm zustehen, und kann dadurch die Kontrolle über das betroffene System erlangen. Betroffen ist der Kernel selbst, also die zentrale Komponente jedes Linux-Systems, weshalb der Defekt eine breite Palette an Geräten und Distributionen betrifft. Die Korrektur stellt den getrennten Betrieb wieder her und kopiert die zugehörigen Daten direkt.

Empfohlene Maßnahmen

Setzen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen beziehungsweise Aktualisierungen um. Steht keine Behebung zur Verfügung, sollte der Einsatz des betroffenen Produkts eingestellt werden.