Der Fehler steckt im DNSSEC-Validator von NLnet Labs Unbound, einem weit verbreiteten DNS-Resolver. Wenn Unterabfragen zu DS-Einträgen die Validierung unterbrechen müssen, weil das Rechenbudget für NSEC3-Berechnungen erschöpft ist, kopiert Unbound die Antwortnachrichten tief, um sie über das Freigeben eines Speicherbereichs hinweg zu erhalten. Dabei überschreibt ein Fehler bei der Zuweisung der Datenstruktur den Zeiger des Ziels mit dem Zeiger der Quelle. Sobald der Speicherbereich der Unterabfrage freigegeben wird, greift der wieder aufgenommene Validator auf diesen ungültigen Zeiger zu. Angreifer, die eine eigene, bösartig signierte DNS-Zone kontrollieren, können einen verwundbaren Resolver gezielt dazu bringen, diese Zone abzufragen. Die Folge ist mindestens ein Absturz des Dienstes und damit ein Ausfall der Namensauflösung; im ungünstigsten Fall lässt sich darüber auch fremder Programmcode ausführen.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Kritische Lücke im DNSSEC-Validator von Unbound erlaubt Codeausführung 17.09.2026