Trivy
Trivy ist ein verbreiteter Sicherheitsscanner von Aquasecurity, der typischerweise in CI/CD-Pipelines eingesetzt wird. Bei dieser Schwachstelle handelt es sich nicht um einen klassischen Programmierfehler, sondern um eingeschleusten Schadcode infolge eines Angriffs auf die Lieferkette: Angreifer verschafften sich mit gestohlenen Zugangsdaten Zugriff auf die Veröffentlichungswege und schoben eine manipulierte Trivy-Version sowie präparierte Versionen der zugehörigen GitHub-Actions unter. Diese überschriebenen Auslieferungen enthielten Schadsoftware, die Zugangsdaten abgreift. Wird eine kompromittierte Variante in einer Pipeline ausgeführt, kann der Angreifer auf praktisch alle dort erreichbaren Geheimnisse zugreifen – etwa Tokens, SSH-Schlüssel, Cloud-Zugangsdaten, Datenbank-Passwörter und sensible Konfigurationsdaten im Speicher. Damit ist nicht nur das einzelne Build-System betroffen, sondern potenziell die gesamte angebundene Infrastruktur. Besonders gefährdet sind Umgebungen, die die betroffenen GitHub-Actions über veränderliche Versions-Tags statt über feste Commit-Verweise einbinden, da hier unbemerkt manipulierte Inhalte nachgeladen werden konnten.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Behandeln Sie sämtliche für betroffene Pipelines erreichbaren Geheimnisse als kompromittiert und tauschen Sie diese aus. Steht keine Abhilfe bereit, stellen Sie die Nutzung des Produkts ein.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Manipulierte LiteLLM-Versionen nach Trivy-Angriff: CloudSEK sieht mögliche Betroffenheit bei mehr als 2.500 Organisationen 12.08.2026
- Artikel OpenAI tauscht macOS-Signaturzertifikat nach Axios-Lieferketten-Angriff aus 13.04.2026
- Artikel TeamPCP weitet Open-Source-Angriffskampagne von Trivy auf NPM, Docker Hub, VS Code und PyPI aus 25.03.2026