Internet Key Exchange (IKE) Service Extensions
Betroffen sind die Internet Key Exchange (IKE) Service Extensions von Microsoft – die Windows-Komponente, die beim Aufbau verschlüsselter IPsec-Verbindungen den Schlüsselaustausch aushandelt. In dieser Erweiterung tritt ein sogenannter Double Free auf: Derselbe Speicherbereich wird zweimal freigegeben. Dadurch geraten die internen Speicherverwaltungsstrukturen in einen inkonsistenten Zustand, den ein Angreifer gezielt manipulieren kann. Der Angriff erfolgt über das Netzwerk und setzt keine Anmeldung und keine Berechtigungen auf dem Zielsystem voraus: Es genügt, passend präparierte Pakete an den erreichbaren IKE-Dienst zu senden. Im Erfolgsfall kann der Angreifer eigenen Programmcode auf dem betroffenen System ausführen und dieses damit unter seine Kontrolle bringen. Da der Dienst typischerweise auf VPN- und Gateway-Systemen an der Netzgrenze läuft, sind solche exponierten Systeme besonders gefährdet.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Bewerten Sie die Internet-Exponierung der betroffenen Systeme und stellen Sie den Einsatz des Produkts ein, falls keine Gegenmaßnahmen verfügbar sind.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel CISA setzt vier bereits ausgenutzte Lücken in macOS, SharePoint, vCenter und Microsoft IKE auf KEV-Liste 19.08.2026
- Artikel CISA warnt vor aktiver Ausnutzung einer kritischen RCE-Lücke in Windows IKE Extension 19.08.2026
- Artikel CISA drängt auf sofortige Updates für bereits ausgenutzte Lücken in Microsoft-, VMware- und Apple-Produkten 19.08.2026
- Artikel CISA setzt Langflow-, Tomcat- und N-central-Lücken auf KEV-Liste 05.08.2026
- Artikel fast16: Forscher datieren hochentwickelte Sabotage-Malware auf die Zeit vor Stuxnet 27.04.2026
- Artikel Microsoft schließt 169 Schwachstellen – darunter eine aktiv ausgenutzte SharePoint-Lücke 15.04.2026
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