Die Schwachstelle steckt in Fortinet FortiSandbox, einer Appliance zur Analyse potenziell schädlicher Dateien. Es handelt sich um eine Path-Traversal-Lücke: Über eine Pfadangabe mit Verzeichniswechsel-Sequenzen (etwa „../") lässt sich aus dem vorgesehenen Verzeichnis ausbrechen und auf Dateien außerhalb des eigentlich erlaubten Bereichs zugreifen. Ausgelöst wird der Fehler durch besonders präparierte HTTP-Anfragen, die ein Angreifer an das Gerät schickt. Im Ergebnis kann er auf diesem Weg seine Rechte ausweiten und sich höhere Berechtigungen auf dem System verschaffen, als ihm zustehen. Da FortiSandbox als zentrale Komponente eingehende Dateien prüft, ist eine Rechteausweitung dort besonders heikel: Ein Angreifer mit erweiterten Rechten kann die Schutzfunktion der Appliance unterlaufen und die Analyse manipulieren.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Angriffe auf frisch gepatchte FortiSandbox-Lücken und 30.000 kompromittierte Fortinet-Firewalls entdeckt 17.06.2026
- Artikel Angreifer nutzen drei Schwachstellen in FortiSandbox aus, darunter eine erst kürzlich gepatchte Lücke 16.06.2026
- Artikel Angreifer nutzen mehrere kritische Schwachstellen in Fortinet FortiSandbox aus 16.06.2026
- Artikel Vercel meldet Datenleck nach Kompromittierung des KI-Tools Context.ai 20.04.2026
- Artikel Fortinet schließt zwei kritische Lücken in FortiSandbox 15.04.2026