Die Schwachstelle betrifft das Gravity-SMTP-Plugin für WordPress. Über einen REST-API-Endpunkt, der für die Bereitstellung von Mock-Testdaten registriert ist, lassen sich interne Systeminformationen abrufen. Die Ursache liegt in einer fehlerhaften Berechtigungsprüfung: Die Zugriffskontrolle des Endpunkts gibt bedingungslos „erlaubt“ zurück, sodass jeder beliebige Besucher den Endpunkt ohne Anmeldung aufrufen kann. Wird zusätzlich ein bestimmter Abfrageparameter angehängt, der auf die Einstellungsseite des Plugins verweist, füllt eine interne Methode die Verbindungsdaten und der Endpunkt liefert daraufhin einen umfangreichen System-Report als JSON aus. Ein unauthentifizierter Angreifer kann auf diese Weise detaillierte Konfigurationsdaten auslesen: PHP-Version und geladene Erweiterungen, Webserver-Version, Pfad des Dokumentenstamms, Typ und Version des Datenbankservers, WordPress-Version, alle aktiven Plugins samt Versionen, das aktive Theme, WordPress-Konfigurationsdetails, Namen von Datenbanktabellen sowie sämtliche im Plugin hinterlegten API-Schlüssel und Tokens. Diese Informationen erleichtern gezielte Folgeangriffe erheblich.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Wochenrückblick: FortiBleed, massenhaft Schwachstellen und anhaltende Angriffe auf schlecht abgesicherte Systeme 22.06.2026
- Artikel WordPress-Plugin Gravity SMTP leakt über CVE-2026-4020 sensible Systemdaten 22.06.2026
- Artikel Angreifer nutzen Lücke in WordPress-Plugin Gravity SMTP aus und legen API-Schlüssel offen 20.06.2026
- Artikel Angreifer nutzen Informationsleck in Gravity-SMTP-Plugin für WordPress aus 19.06.2026