LiteLLM
Betroffen ist LiteLLM von BerriAI, ein Proxy-Server bzw. AI-Gateway, das Anfragen an verschiedene KI-Sprachmodelle in einem einheitlichen Format weiterleitet. Zwei Schnittstellen, mit denen sich die Konfiguration eines MCP-Servers vor dem Speichern testen lässt, nahmen die komplette Serverkonfiguration direkt aus der Anfrage an – einschließlich der Angaben zu auszuführendem Programm, Startparametern und Umgebungsvariablen für die sogenannte stdio-Anbindung. Beim Verbindungsversuch startete der Proxy das übergebene Kommando als eigenen Prozess auf dem Host, und zwar mit den Rechten des Proxy-Dienstes. Geschützt waren diese Schnittstellen lediglich durch einen gültigen API-Schlüssel; eine Prüfung der Benutzerrolle fehlte vollständig. Dadurch konnte jeder angemeldete Nutzer beliebige Befehle auf dem Serversystem ausführen – auch Inhaber von Schlüsseln mit sehr geringen Berechtigungen. Praktisch bedeutet das die Übernahme des Systems, auf dem das Gateway läuft, samt der dort hinterlegten Zugangsdaten. Der Hersteller hat den Fehler in einer neueren Fassung behoben.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um, insbesondere durch Einspielen der bereitgestellten Fehlerbehebung. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Standard-Schlüssel „sk-1234": Wiz findet hunderte offene LiteLLM-Gateways 10.09.2026
- Artikel CISA nimmt sieben ausgenutzte Schwachstellen in den KEV-Katalog auf — Angreifer zielen auf KI-Infrastruktur 03.09.2026
- Artikel Drei Schwachstellen in LiteLLM ermöglichen Serverübernahme über Standardkonto 15.06.2026
- Artikel Wochenschau: Klage gegen IBM und AT&T, Datenleck bei Oxford, Rekordstrafe gegen Coupang 12.06.2026
- Artikel CISA führt aktiv ausgenutzte LiteLLM-Lücke CVE-2026-42271 im KEV-Katalog 09.06.2026