Die Schwachstelle steckt in der Sandbox-Komponente OpenShell von OpenClaw, genauer in der Art, wie diese Sandbox Schreibvorgänge im Dateisystem ausführt. Es handelt sich um eine Wettlaufsituation zwischen Prüfung und Verwendung (Time-of-check/Time-of-use): Zwischen dem Moment, in dem die Sandbox einen Pfad prüft, und dem Moment, in dem sie tatsächlich darauf schreibt, lässt sich der Zustand des Dateisystems manipulieren. Ein Angreifer kann in diesem Zeitfenster symbolische Verknüpfungen (Symlinks) austauschen, sodass ein eigentlich harmloser Pfad auf ein Ziel außerhalb des vorgesehenen Bereichs zeigt. Dadurch werden Schreibzugriffe aus dem festgelegten Einhängepunkt herausgeleitet und landen außerhalb des lokalen Mount-Roots. Im Ergebnis lassen sich die Sandbox-Beschränkungen umgehen und Dateien an Orten anlegen oder verändern, die eigentlich abgeschottet sein sollten – die isolierende Wirkung der Sandbox wird so ausgehebelt.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel „Claw Chain": Vier Schwachstellen gefährden OpenClaw-Installationen 18.05.2026
- Artikel „Claw Chain": Vier verkettbare Schwachstellen in OpenClaw ermöglichen Sandbox-Ausbruch und Backdoors 18.05.2026
- Artikel Vier verkettbare Schwachstellen in OpenClaw ermöglichen Datendiebstahl und Persistenz 15.05.2026