Squid ist ein weit verbreiteter Caching-Proxy für den Webzugriff. In seiner FTP-Gateway-Komponente, über die Zugriffe auf FTP-Server vermittelt werden, wird die syntaktische Korrektheit der eingehenden Daten nicht ausreichend geprüft. Beim Auswerten von Verzeichnislisten kann der Fall auftreten, dass auf ein Datumsfeld einer Eintragszeile kein Dateiname folgt. Die Verarbeitung wird dann nicht auf den Eingabepuffer begrenzt, sodass Squid über dessen Ende hinaus liest – ein sogenannter Out-of-Bounds-Read. Ausgelöst wird das durch einen FTP-Server, der fehlerhafte oder gezielt manipulierte Verzeichnislisten zurückliefert, während ein Client über das Gateway darauf zugreift. Der ausgelesene Speicher kann Daten aus völlig anderen, gleichzeitig laufenden Verbindungen enthalten, was zu einem Abfluss fremder Informationen aus dem Proxy führt. Betroffen sind Installationen, bei denen die FTP-Gateway-Funktion genutzt wird.
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