Betroffen ist Adobe Campaign Classic, eine Software für die Planung und Durchführung von Marketingkampagnen. In der Anwendung werden Berechtigungen nicht korrekt geprüft: Eine fehlerhafte Autorisierungslogik lässt Aktionen zu, die eigentlich verwehrt bleiben müssten. Angreifer können diese Schwäche ausnutzen, um beliebigen Programmcode im Kontext des aktuellen Benutzers auszuführen. Eine Mitwirkung des Opfers – etwa das Anklicken eines Links oder das Öffnen einer Datei – ist dafür nicht erforderlich, was den Angriff deutlich einfacher und unauffälliger macht. Die Auswirkungen bleiben zudem nicht auf die verwundbare Komponente beschränkt: Der Sicherheitskontext wird verlassen, sodass auch angrenzende Systemteile in Mitleidenschaft gezogen werden können. Da Kampagnenmanagement-Systeme umfangreiche Kunden- und Kontaktdaten verarbeiten, kann eine erfolgreiche Ausnutzung sowohl die Vertraulichkeit dieser Daten als auch die Integrität der Anwendung selbst gefährden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Adobe schließt mehrere kritische Lücken in ColdFusion, Commerce und Campaign Classic 12.08.2026
- Artikel Wochenrückblick: Anthropic meldet Grenzverletzungen durch KI-Modelle und listet zahlreiche neue CVEs 03.08.2026
- Artikel Adobe schließt kritische Lücken in Campaign Classic und Bridge 01.08.2026