SimpleHelp
Die Fernwartungslösung SimpleHelp enthält eine Schwachstelle im Anmeldeverfahren über OpenID Connect (OIDC). Ist diese Anmeldemethode eingerichtet, prüft die Software die kryptografische Signatur der beim Login übermittelten Identitäts-Token nicht. Damit fehlt der entscheidende Nachweis, dass ein Token tatsächlich vom zuständigen Identitätsanbieter ausgestellt wurde. Ein Angreifer kann aus der Ferne und ohne gültige Zugangsdaten ein selbst erstelltes Token mit beliebigen Identitätsangaben einreichen und erhält daraufhin eine vollständig authentifizierte Sitzung als Techniker – also mit den Rechten eines Supportmitarbeiters, der auf verwaltete Systeme zugreifen kann. In bestimmten Konfigurationen lässt sich auf diesem Weg zusätzlich die Mehr-Faktor-Authentifizierung umgehen. Eine Mitwirkung von Nutzern ist nicht erforderlich. Betroffen sind Installationen, in denen die OIDC-Anmeldung aktiv ist; da Fernwartungsserver meist aus dem Internet erreichbar sind, steht der Angriffsweg unmittelbar offen.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden. Bewerten Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Angreifer nutzen CVE-2026-48558 in SimpleHelp für TaskWeaver und Djinn Stealer aus 30.06.2026
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- Artikel Djinn Stealer zielt auf Cloud-, Entwicklungs- und KI-Zugangsdaten 29.06.2026
- Artikel Wochenrückblick: FortiBleed, massenhaft Schwachstellen und anhaltende Angriffe auf schlecht abgesicherte Systeme 22.06.2026
- Artikel Kritische SimpleHelp-Lücke erlaubt Anlage privilegierter Support-Konten 15.06.2026