SharePoint
Die Schwachstelle liegt in Microsoft SharePoint, der Plattform für Zusammenarbeit und Dokumentenverwaltung. Ursache ist die unsichere Verarbeitung serialisierter Daten: SharePoint wandelt übermittelte Datenstrukturen zurück in Objekte, ohne deren Herkunft ausreichend zu prüfen. Ein Angreifer kann dadurch speziell präparierte Daten einschleusen, die beim Deserialisieren nicht nur gelesen, sondern in ausführbaren Programmablauf umgesetzt werden. Der Angriff erfolgt über das Netzwerk und setzt keine Berechtigung im System voraus – ein nicht autorisierter Angreifer kann eigenen Code auf dem Server ausführen. Da SharePoint-Server typischerweise zentrale Unternehmensdokumente vorhalten und tief in die Authentifizierungs- und Verzeichnisinfrastruktur eingebunden sind, reicht die Wirkung über den einzelnen Server hinaus: Wer ihn kontrolliert, kann gespeicherte Inhalte lesen und verändern sowie sich weiter im Netzwerk ausbreiten. Besonders exponiert sind aus dem Internet erreichbare Installationen.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte die Nutzung des Produkts eingestellt werden. Bewerten Sie zudem, ob betroffene Systeme aus dem Internet erreichbar sind.
Erwähnt in
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