Security Gateway
Die Schwachstelle betrifft das Check Point Security Gateway, genauer die Funktionen für Remote Access und Mobile Access. Ursache ist ein logischer Fehler in der Zertifikatsprüfung im Rahmen des veralteten IKEv1-Schlüsselaustauschs. Durch diese fehlerhafte Ablauflogik kann ein Angreifer aus der Ferne und ohne vorherige Anmeldung die Benutzerauthentifizierung umgehen: Er baut eine Remote-Access-VPN-Verbindung auf, ohne ein gültiges Benutzerpasswort zu besitzen. Da das VPN-Gateway die Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Netz und dem internen Unternehmensnetz bildet, verschafft sich der Angreifer auf diesem Weg einen autorisierten Einstiegspunkt in das geschützte Netz, der eigentlich nur legitimen Nutzern mit korrekten Zugangsdaten offenstehen sollte. Besonders heikel ist, dass der Angriff weder Zugangsdaten noch eine Benutzerinteraktion erfordert und sich gegen ein typischerweise direkt aus dem Internet erreichbares Gerät richtet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Check Point schließt aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke in SmartConsole 23.07.2026
- Artikel Check Point bestätigt ausgenutzte Zero-Day-Lücke in Management-Produkten 23.07.2026
- Artikel Google schließt aktiv ausgenutzte Chrome-0-Day-Lücke 15.06.2026
- Artikel Check Point meldet aktiv ausgenutzte VPN-Schwachstelle in Security Gateways und Spark Firewalls 08.06.2026
- Artikel Check Point meldet aktive Angriffe auf kritische VPN-Lücke in IKEv1-Konfigurationen 08.06.2026