Betroffen ist der Netzwerk-Scheduling-Code des Linux-Kernels, konkret die Verwaltung des Lebenszyklus von Traffic-Control-Aktionen. Werden das Anlegen und das Löschen eines Filters gleichzeitig auf verschiedenen Prozessorkernen ausgeführt, entsteht eine Wettlaufsituation: Der eine Pfad findet ein Aktionsobjekt noch über die interne ID-Verwaltung und will dessen Referenzzähler erhöhen, während der andere Pfad das Objekt bereits aus der Verwaltung entfernt und den Speicher sofort freigegeben hat. Der erste Pfad greift damit auf bereits freigegebenen Speicher zu – ein Use-after-Free. Solche Fehler können zum Absturz des Systems führen oder, bei gezielter Manipulation des freigegebenen Speicherbereichs, zur Ausweitung von Rechten im Kernel genutzt werden. Voraussetzung ist die Möglichkeit, Traffic-Control-Filter zu verwalten. Die Korrektur gibt den Speicher erst nach Ablauf einer RCU-Schonfrist frei, sodass parallel laufende Zugriffe kein ungültiges Objekt mehr erreichen.
CVE-2026-53264
7,8
HIGH
CVSS Basis-Score
Beschreibung