In Microsoft Defender liegt ein Integer-Underflow vor: Eine Berechnung mit Ganzzahlen unterschreitet den zulässigen Wertebereich und läuft über, wodurch intern falsche Größenangaben entstehen. Ein Angreifer kann diesen Fehler nutzen, um ohne entsprechende Berechtigung eigenen Code auf dem betroffenen System auszuführen. Der Angriff erfolgt lokal, setzt also einen Zugang zum Rechner voraus – etwa über ein bereits vorhandenes Benutzerkonto oder eine zuvor eingeschleuste Schadsoftware. Besonders schwer wiegt der Defekt deshalb, weil er die Schutzsoftware selbst betrifft: Diese läuft typischerweise mit weitreichenden Systemrechten, sodass eingeschleuster Code in einem hoch privilegierten Kontext ausgeführt werden kann. Damit lässt sich die Sicherheitslösung, die den Rechner eigentlich schützen soll, in ein Werkzeug zur Übernahme des Systems verwandeln.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Microsofts Patch Tuesday im Juli behebt 622 Schwachstellen 15.07.2026