Die Schwachstelle steckt in der UniFi Protect Application und beruht auf einer Server-Side Request Forgery (SSRF): Die Anwendung lässt sich dazu bringen, Netzwerkanfragen an Ziele zu senden, die der Angreifer bestimmt. Voraussetzung ist ein Zugang zum betreffenden Netzwerk sowie ein Konto mit lediglich niedrigen Berechtigungen – ein privilegierter Zugriff ist nicht erforderlich. Über die vom Server ausgelösten Anfragen kann der Angreifer seine Rechte auf dem zugrunde liegenden Gerät ausweiten und damit Zugriff auf Funktionen und Daten erlangen, die ihm mit seinem regulären Konto verwehrt bleiben. Weil SSRF-Anfragen aus Sicht interner Systeme vom vertrauenswürdigen Server selbst stammen, lassen sich damit typischerweise auch Dienste erreichen, die von außen nicht ansprechbar sind. Betroffen sind Installationen der Anwendung, in denen Nutzer mit eingeschränkten Rechten Zugang zur Verwaltungsschnittstelle haben.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Wochenrückblick: ShareFile-Warnung und lange Liste neuer Schwachstellen 13.07.2026