Active Directory Federation Services
Betroffen sind die Active Directory Federation Services (AD FS) von Microsoft, ein Dienst, der Anmeldungen und Identitätsinformationen zwischen Systemen und Anwendungen vermittelt. Die Zugriffskontrolle des Dienstes unterscheidet nicht fein genug zwischen verschiedenen Berechtigungsstufen. Dadurch kann ein Angreifer, der bereits über gültige Zugangsdaten und einen lokalen Zugriff auf das System verfügt, diese unzureichende Abgrenzung ausnutzen und seine eigenen Rechte ausweiten. Er erhält damit Befugnisse, die ihm eigentlich nicht zustehen. Da AD FS eine zentrale Rolle bei der Authentifizierung und der Ausstellung von Anmeldeinformationen spielt, wirkt sich eine solche Rechteausweitung nicht nur auf den einzelnen Server aus, sondern kann auch die daran angebundenen Dienste und Vertrauensbeziehungen betreffen. Ein reiner Angriff aus dem Internet ohne vorhandenes Konto ist hingegen nicht möglich – Voraussetzung ist ein bereits bestehender, autorisierter Zugang.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Anweisungen des Herstellers um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte die Nutzung des Produkts eingestellt werden; bewerten Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Wochenrückblick: Kritische Lücken in WordPress, SharePoint und SonicWall im Fokus 20.07.2026
- Artikel Neuer Windows-PoC „LegacyHive“ läuft auch nach aktuellem Patchday 15.07.2026
- Artikel Microsoft veröffentlicht im Juli Sicherheitsupdates für 622 Schwachstellen 15.07.2026
- Artikel Microsofts Patch Tuesday im Juli behebt 622 Schwachstellen 15.07.2026
- Artikel Microsoft schließt 622 Schwachstellen – zwei Zero-Days werden bereits angegriffen 14.07.2026
- Artikel Microsoft schließt zum Patch Tuesday 570 Schwachstellen, darunter drei Zero-Days 14.07.2026
- Artikel Microsoft schließt 622 Schwachstellen, darunter zwei bereits ausgenutzte Zero-Days 14.07.2026
- Artikel Microsoft schließt 570 Sicherheitslücken, darunter drei bereits ausgenutzte Zero-Days 14.07.2026