Die Schwachstelle betrifft Microsoft HPC Pack, eine Softwarelösung zum Aufbau und Betrieb von Hochleistungs-Rechenclustern. Fehlerhaft ist dort die Verarbeitung serialisierter Daten: Die Software wertet über das Netzwerk empfangene Datenstrukturen aus, ohne deren Herkunft und Inhalt zuvor ausreichend zu prüfen. Ein Angreifer kann daher speziell präparierte Datenobjekte einsenden, die beim Deserialisieren nicht nur wiederhergestellt, sondern in eigene Programmlogik umgesetzt werden. Auf diesem Weg lässt sich beliebiger Code auf dem betroffenen System ausführen. Der Angriff erfolgt aus der Ferne über das Netzwerk und setzt keine vorherige Berechtigung voraus. Da HPC Pack die Steuerung und Auftragsverteilung eines gesamten Rechenclusters übernimmt, wirkt sich eine erfolgreiche Ausnutzung nicht allein auf einen einzelnen Rechner aus, sondern kann die Kontrolle über die Verwaltung des Clusters und die dort verarbeiteten Rechenaufträge und Daten betreffen.
CVE-2026-59124
9,8
CRITICAL
CVSS Basis-Score
Beschreibung