Die Schwachstelle steckt im Slice-Modul von NGINX Plus und NGINX Open Source, das große Antworten in Teilbereiche (Slices) zerlegt und einzeln ausliefert. Sie wird wirksam, wenn die Slice-Direktive zusammen mit unbenannten regulären Ausdrücken mit Erfassungsgruppen konfiguriert ist oder wenn im Hintergrund eine Cache-Aktualisierung stattfindet. In diesen Fällen kann ein Angreifer aus der Ferne und ohne Anmeldung speziell gestaltete Anfragen senden, die im Arbeitsprozess von NGINX den Zugriff auf nicht initialisierten Speicher auslösen. Die Folge ist entweder die Preisgabe begrenzter Speicherinhalte – also möglicherweise Reste fremder Daten aus dem Serverprozess – oder ein Neustart des betroffenen Arbeitsprozesses, was den Dienst kurzzeitig stört. Betroffen ist ausschließlich die Datenverarbeitungsebene, nicht die Verwaltungsebene. Das Slice-Modul ist nicht standardmäßig aktiv, sondern muss beim Übersetzen der Software ausdrücklich einkompiliert werden, weshalb nur entsprechend konfigurierte Installationen angreifbar sind.
CVE-2026-60005
8,8
HIGH
CVSS Basis-Score
Beschreibung