Die Schwachstelle betrifft Microsoft Exchange Server und liegt in der Authentifizierung: Diese lässt sich umgehen, indem ein Angreifer bereits gültige Authentifizierungsdaten aus dem Netzwerkverkehr abfängt und anschließend erneut einspielt (Capture-Replay). Der Server erkennt die Wiederverwendung nicht als unzulässig und akzeptiert die aufgezeichneten Nachweise als gültig. Ein Angreifer, der über einen bestehenden, eingeschränkten Zugang verfügt, kann so über das Netzwerk höhere Rechte erlangen, als ihm zustehen. Da Exchange Server die zentrale E-Mail- und Kommunikationsinfrastruktur bereitstellt und typischerweise eng mit der Verzeichnis- und Identitätsverwaltung einer Organisation verbunden ist, kann eine solche Rechteausweitung weitreichende Folgen haben – bis hin zum Zugriff auf Postfächer und administrative Funktionen der Umgebung.
CVE-2026-62911
8
HIGH
CVSS Basis-Score
Beschreibung