TeamCity
Betroffen ist der Build-Server JetBrains TeamCity, konkret das Protokoll, über das die Build-Agenten beim Server nach neuen Aufgaben fragen (Agent-Polling). Der Server verarbeitet dabei serialisierte Daten aus nicht vertrauenswürdiger Quelle, ohne sie ausreichend zu prüfen. Beim Wiedereinlesen (Deserialisieren) solcher manipulierter Datenstrukturen kann ein Angreifer erreichen, dass eigener Programmcode auf dem Server ausgeführt wird. Dafür sind keine gültigen Zugangsdaten und keine vorherige Anmeldung nötig – es genügt, den Kommunikationskanal für Agenten zu erreichen. Damit kann ein Angreifer aus der Ferne die Kontrolle über den TeamCity-Server übernehmen. Da ein solcher Server im Zentrum der Software-Entwicklung steht, Quellcode, Zugangsschlüssel und Bereitstellungsprozesse verwaltet, kann eine Übernahme auch dazu genutzt werden, ausgelieferte Software zu manipulieren und so nachgelagerte Systeme zu kompromittieren.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden; bewerten Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
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- Artikel Kritische TeamCity-Lücke erlaubt Befehlsausführung ohne Anmeldung 28.07.2026