MLflow
Betroffen ist die Open-Source-Plattform MLflow, die zur Entwicklung und Verwaltung von KI-, Sprachmodell- und Machine-Learning-Anwendungen eingesetzt wird. Der Fehler steckt in der Webhook-Testfunktion: Ein Endpunkt, der Webhooks probeweise aufruft, ist ohne Anmeldung erreichbar. Die Zieladresse wird zwar geprüft, aber nur einmal für die ursprünglich angegebene URL. Bei der eigentlichen Auslieferung folgt MLflow anschließend Weiterleitungen und löst den Hostnamen erneut auf, ohne die zuvor geprüfte Adresse festzuhalten. Ein Angreifer kann so die Prüfung umgehen und den Server dazu bringen, Anfragen an beliebige interne Ziele zu senden – etwa an nur intern erreichbare Dienste oder an Metadatendienste von Cloud-Umgebungen, die häufig sensible Zugangsdaten ausliefern. Da die Antwort mit Statuscode und Inhalt an den Angreifer zurückgegeben wird, lassen sich diese Informationen direkt auslesen. Dieses Muster wird als Server-Side Request Forgery bezeichnet.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden. Bewerten Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel CISA: Kritische MLflow-Lücke wird bereits aktiv ausgenutzt 20.08.2026
- Artikel MLflow-Lücke wird zum Diebstahl von Cloud-Zugangsdaten ausgenutzt 20.08.2026
- Artikel Angreifer missbrauchen MLflow-SSRF und scannen auch nach FUXA-Lücke 18.08.2026