SharePoint
Die Schwachstelle betrifft Microsoft SharePoint, die Server-Plattform für Zusammenarbeit und Dokumentenverwaltung. Ursache ist eine unzureichende Kontrolle bei der Erzeugung von Programmcode: Eingaben, die eigentlich als Daten verarbeitet werden sollten, können vom Server als ausführbarer Code interpretiert werden. Ein Angreifer, der bereits über gültige Zugangsdaten beziehungsweise eine Berechtigung auf dem System verfügt, kann dadurch über das Netzwerk eigenen Code auf dem SharePoint-Server ausführen. Eine physische Anwesenheit oder ein lokaler Zugang ist nicht erforderlich. Da SharePoint-Server typischerweise zentrale Dokumentenbestände, Freigaben und interne Portalinhalte einer Organisation beherbergen und häufig eng mit anderen Diensten verknüpft sind, kann die Ausführung fremden Codes weitreichende Folgen haben – vom Zugriff auf gespeicherte Inhalte bis hin zur Nutzung des Servers als Ausgangspunkt für weitere Angriffe im internen Netz.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden. Bewerten Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel SharePoint-Lücke CVE-2026-65660 wird aktiv angegriffen — CISA setzt Frist zum 28. September 27.09.2026
- Artikel CISA: SharePoint-Lücke und MikroTik-RouterOS-Schwachstellen werden aktiv ausgenutzt 26.09.2026
- Artikel CISA nimmt Schwachstellen in WSO2, Adobe Commerce, SharePoint und RouterOS in den KEV-Katalog auf 25.09.2026
- Artikel SharePoint-Lücke CVE-2026-65660: Von Microsoft als Spoofing eingestuft, tatsächlich Codeausführung 22.09.2026