Die Schwachstelle steckt im Rauschfilter hqdn3d der Multimedia-Software FFmpeg. Beim Einrichten des Filters werden Zwischenspeicher für die Zeilenhistorie der einzelnen Bildebenen anhand der Breite des ersten Videobildes angelegt. Wächst die Auflösung im weiteren Verlauf des Videos, bleiben diese Puffer zu klein – vorausgesetzt, die automatische Neuinitialisierung des Filtergraphen ist per Kommandozeilenoption abgeschaltet. Die Rauschunterdrückung schreibt dann über das Ende des reservierten Speicherbereichs hinaus, es kommt zu einem Heap-Überlauf und damit zur Beschädigung von Speicherstrukturen. Auslösen lässt sich das durch eine speziell präparierte Videodatei, deren Bildauflösung sich zwischen den Einzelbildern ändert. Angreifer benötigen dazu lediglich, dass ihr manipuliertes Video mit der betroffenen Filterkonfiguration verarbeitet wird. Beschädigter Heap-Speicher kann zum Absturz der Anwendung führen und je nach Umständen für weitergehende Angriffe bis hin zur Codeausführung nutzbar sein. Betroffen sind alle Anwendungen und Dienste, die auf FFmpeg zur Videoverarbeitung setzen.
CVE-2026-66036
7,7
HIGH
CVSS Basis-Score
Beschreibung