Betroffen ist die Referenzimplementierung des Asynchronous Network Management System (ANMS) der NASA-AMMOS. In der mitgelieferten Container-Konfiguration wird die REST-Schnittstelle des amp-manager-Dienstes direkt auf der Netzwerkschnittstelle des Hostsystems veröffentlicht, statt ausschließlich über den Configuration and Access Manager (CAM) erreichbar zu sein. Der CAM ist in dieser Architektur die einzige Instanz, die Authentifizierung durchsetzt – wird er umgangen, steht die Verwaltungsschnittstelle ohne jede Anmeldeprüfung offen. Verschärfend kommt hinzu, dass der betroffene Container mit erweiterten Systemrechten für Netzwerkverwaltung, Rohsockets und Prozesspriorisierung gestartet wird. Ein Angreifer, der das Hostsystem im Netz erreichen kann, kann somit ohne Zugangsdaten auf die Managementfunktionen des Netzwerkmanagementsystems zugreifen und diese mit den zusätzlich vergebenen Privilegien nutzen. Die Fehlkonfiguration liegt in der ausgelieferten Standardvorlage und wirkt sich damit auf alle Installationen aus, die diese unverändert übernehmen.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Schwachstellenkette in NASA-Tool AIT-GUI erlaubt Kommandos ohne Anmeldung 20.08.2026