Commerce and Magento
Die Schwachstelle betrifft die E-Commerce-Plattformen Adobe Commerce und Magento. Ursache ist eine unzureichende Neutralisierung von Sonderzeichen, die in der Template-Engine eine besondere Bedeutung haben: Eingaben werden nicht ausreichend gefiltert, bevor sie von der Vorlagenverarbeitung ausgewertet werden. Dadurch kann ein Angreifer eigene Anweisungen in Vorlagen einschleusen und beliebigen Code im Kontext des aktuellen Benutzers ausführen. Eine Interaktion durch einen Nutzer ist dafür nicht erforderlich, der Angriff läuft also ohne Zutun der Betreiber ab. Zudem wirkt sich die Ausnutzung über die betroffene Komponente hinaus aus, sodass auch andere Bereiche des Systems in Mitleidenschaft gezogen werden können. Betroffen sind Online-Shops, die auf diesen Plattformen betrieben werden – dort verarbeitete Kunden- und Bestelldaten sowie der Shop-Betrieb selbst sind gefährdet.
Setzen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen und Sicherheitsupdates um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden; die Internet-Erreichbarkeit betroffener Systeme ist zu bewerten.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Adobe schließt kritische Magento-Zero-Day-Lücke „StyleSmuggler“ 08.09.2026