LoadMaster
Die Schwachstelle betrifft die API von Progress LoadMaster, einem Load-Balancer bzw. Application Delivery Controller. Mehrere Endpunkte, die Kommandos verarbeiten, prüfen und bereinigen übergebene Eingaben nicht ausreichend. Dadurch lassen sich eigene Betriebssystembefehle in die Verarbeitung einschleusen (OS Command Injection). Ein Angreifer benötigt dafür keine gültigen Zugangsdaten: Der Zugriff ist unauthentifiziert möglich, und die eingeschleusten Befehle werden auf der LoadMaster-Appliance selbst ausgeführt. Damit ist Remote-Code-Ausführung auf dem Gerät möglich, was auf eine weitgehende Kontrolle über die Appliance hinausläuft. Da ein solches System als zentraler Verteilpunkt vor Anwendungen und Servern steht und dort auch Konfigurationen sowie TLS-Material verarbeitet werden, wirkt sich eine Übernahme nicht nur auf das Gerät selbst aus, sondern auf den gesamten darüber geleiteten Anwendungsverkehr. Betroffen sind Umgebungen, in denen die Verwaltungs-API erreichbar ist.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen bereit, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden. Bewerten Sie zudem, ob betroffene Systeme aus dem Internet erreichbar sind.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel CISA meldet aktive Angriffe auf kritische LoadMaster-Lücke von Progress 10.08.2026
- Artikel CISA drängt auf sofortige Patches für bereits ausgenutzte Schwachstelle in Progress LoadMaster 10.08.2026
- Artikel CISA nimmt Progress-Kemp-LoadMaster-Lücke CVE-2026-8037 in KEV-Katalog auf 08.08.2026
- Artikel Wochenrückblick: Schlag gegen NetNut und lange Liste neuer Schwachstellen 06.07.2026
- Artikel Aktive Angriffsversuche auf kritische RCE-Lücke in Progress Kemp LoadMaster 01.07.2026
- Artikel Kritische Root-Lücke in Progress Kemp LoadMaster: Patch für CVE-2026-8037 verfügbar 30.06.2026