NG/MF
Die Schwachstelle steckt in den Datenbank-Verbindungsfunktionen der Druckmanagement-Software PaperCut NG/MF. Die Anwendung lädt und instanziiert Datenbanktreiber-Klassen dynamisch anhand frei konfigurierbarer Treibernamen, ohne diese gegen eine Liste zugelassener Treiber zu prüfen. Wer die Systemkonfigurationsparameter manipulieren kann, bringt die Software damit dazu, beliebige Java-Klassen zu laden, die im Klassenpfad der Anwendung liegen. Auf diesem Weg lässt sich beliebiger Java-Bytecode im Sicherheitskontext des PaperCut-Serverprozesses ausführen – der Angreifer erlangt also die Rechte des Serverdienstes und kann auf dessen Daten und Funktionen zugreifen. Da die Lücke auf unsicherer Reflexion beruht, genügen bereits vorhandene Klassen im Klassenpfad; es muss kein eigener Code auf das System gebracht werden. Die Schwachstelle kann mit einer weiteren Lücke verkettet werden, was die Ausnutzung zusätzlich erleichtert.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden. Bewerten Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel PaperCut NG/MF: Angreifer gehen von Scans zu aktiven Einbrüchen über 01.09.2026
- Artikel PaperCut liefert zweiten Notfall-Patch für zwei ausgenutzte Zero-Days 31.08.2026
- Artikel Angreifer verketten zwei PaperCut-Lücken zu Codeausführung ohne Anmeldung 28.08.2026
- Artikel PaperCut veröffentlicht zweiten Notfall-Patch für aktiv ausgenutzte Lücken 28.08.2026