SMA1000 Appliances
Betroffen ist die Verwaltungsoberfläche (Appliance Management Console) der SonicWall SMA1000 Appliances, die für den gesicherten Fernzugriff auf Unternehmensnetze eingesetzt werden. Die Konsole bereinigt bestimmte Sonderzeichen in Eingaben nicht ausreichend, bevor diese in Betriebssystembefehle einfließen. Dadurch lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen eigene Befehle einschleusen – eine klassische OS-Command-Injection. Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung mit administrativen Rechten; der Angreifer kann dabei aus der Ferne über das Netz agieren. Gelingt der Angriff, führt das Gerät beliebige Betriebssystembefehle aus, was auf eine vollständige Codeausführung auf der Appliance hinausläuft. Weil solche Appliances an der Netzgrenze stehen und den Zugang externer Nutzer vermitteln, kann eine Übernahme weit über das einzelne System hinaus wirken.
Setzen Sie die vom Hersteller vorgegebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen bereit, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden. Bewerten Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel SonicWall SMA 1000: Zwei Zero-Days werden aktiv ausgenutzt und ermöglichen unauthentifizierte Codeausführung 02.09.2026
- Artikel SonicWall: Zwei SMA1000-Zero-Days werden aktiv als Angriffskette ausgenutzt 02.09.2026
- Artikel SonicWall: Zwei Zero-Day-Lücken in SMA1000-Gateways werden aktiv ausgenutzt 02.09.2026