Die Schwachstelle betrifft die Managed-File-Transfer-Software Cleo Harmony, genauer die Verarbeitung von JWT-Refresh-Tokens. Über eine bestimmte Programmfunktion, die von der Schnittstelle für Verbindungen aufgerufen wird, lässt sich der im Bearer-Parameter übergebene Token-Wert manipulieren. Die Anwendung prüft die dabei zugewiesenen Berechtigungen nicht korrekt, sodass es zu einer fehlerhaften Rechteverwaltung kommt: Ein Angreifer kann sich auf diesem Weg Berechtigungen verschaffen, die ihm nicht zustehen. Der Angriff lässt sich über das Netzwerk aus der Ferne durchführen. Ein funktionsfähiger Exploit wurde öffentlich zugänglich gemacht und kann von Angreifern unmittelbar verwendet werden, was das Risiko einer tatsächlichen Ausnutzung deutlich erhöht. Der Hersteller hat den Fehler in einer neueren Programmfassung behoben; ein Wechsel auf diese Fassung beseitigt das Problem. Betroffen sind Organisationen, die Cleo Harmony für den Austausch von Dateien einsetzen und deren Instanzen erreichbar sind.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Exploit für Authentifizierungslücke in Cleo Harmony veröffentlicht 02.09.2026