ScreenConnect
Die Schwachstelle steckt im Client der Fernwartungssoftware ScreenConnect von ConnectWise. Unter bestimmten Umständen lassen sich über eine bereits bestehende Fernwartungssitzung Dateien auf das Zielsystem übertragen und dort ausführen, ohne dass dafür eine Berechtigungsprüfung erfolgt oder der Anwender am betroffenen Rechner – der Host – die Aktion bestätigen muss. Ursache ist eine fehlerhafte Rechteverwaltung in Verbindung mit einer fehlenden Autorisierungsprüfung: Kontrollmechanismen, die eigentlich verhindern sollen, dass Dateiübertragungen und Programmstarts unbemerkt stattfinden, greifen nicht. Ein Angreifer, der eine aktive Sitzung nutzen kann, bringt so eigenen Code auf das entfernte System und führt ihn aus, ohne dass der Nutzer davor gewarnt wird oder zustimmen muss. Betroffen ist ausschließlich die Client-Komponente; die ScreenConnect-Server sind nach Herstellerangaben nicht anfällig. Da Fernwartungswerkzeuge breit in Unternehmen und bei Dienstleistern eingesetzt werden, eignet sich die Lücke gut zur unbemerkten Verbreitung von Schadsoftware.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Abhilfemaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden; prüfen Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Bisher keine Artikel.