Windows
Der Fehler steckt im Advanced Local Procedure Call (ALPC) von Microsoft Windows – jenem internen Kommunikationsmechanismus, über den Prozesse und Systemdienste unter Windows Daten austauschen. Bei der Verarbeitung bestimmter Daten kommt es zu einem Pufferüberlauf im Heap-Speicher: Es werden mehr Daten in einen Speicherbereich geschrieben, als dafür vorgesehen sind, wodurch angrenzende Speicherinhalte überschrieben und der Programmablauf manipuliert werden können. Ausnutzbar ist die Lücke lokal, also durch einen Angreifer, der bereits über einen gültigen Zugang zum System verfügt. Er kann damit seine Berechtigungen ausweiten und sich höhere Systemrechte verschaffen, als ihm eigentlich zustehen. Solche Rechteausweitungen sind typischerweise der zweite Schritt eines Angriffs: Nach einem ersten Zugang – etwa über eine Phishing-Mail oder ein gekapertes Benutzerkonto – dient die Lücke dazu, die vollständige Kontrolle über den betroffenen Rechner zu erlangen.
Setzen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Sicherheitsupdates und Gegenmaßnahmen um. Bewerten Sie dabei die Exponierung der betroffenen Systeme; stellen Sie die Nutzung des Produkts ein, falls keine Gegenmaßnahmen verfügbar sind.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Microsoft schließt 966 Lücken – größter Patchday aller Zeiten, zwei Zero-Days aktiv ausgenutzt 08.09.2026
- Artikel Rekord-Patchday: Microsoft schließt 974 Schwachstellen, darunter zwei ausgenutzte Zero-Days 08.09.2026
- Artikel Rekord-Patchday: Microsoft schließt 974 Schwachstellen, zwei werden bereits ausgenutzt 08.09.2026
- Artikel Rekord-Patchday: Microsoft schließt 973 Lücken, zwei werden aktiv ausgenutzt 08.09.2026