Core
Die Schwachstelle steckt im Kern (Core) von Drupal, dem Unterbau, auf dem das gesamte Content-Management-System und die darauf aufbauenden Websites laufen. Ursache ist eine unzureichende Bereinigung von Sonderzeichen in SQL-Befehlen: Über die Datenbank-Abstraktionsschicht, die alle Datenbankzugriffe von Drupal vermittelt, lassen sich besonders präparierte Anfragen so einschleusen, dass eigener SQL-Code in die Datenbankabfragen gelangt – eine klassische SQL-Injection. Ein Angreifer kann dadurch nicht nur die Datenbank manipulieren, sondern sich erhöhte Rechte verschaffen und im weiteren Verlauf sogar beliebigen Code aus der Ferne ausführen und so die Kontrolle über das System übernehmen. Da der Defekt im zentralen Datenbank-Zugriffsweg von Drupal sitzt, betrifft er die Plattform grundlegend und potenziell jede damit betriebene Website, unabhängig von den eingesetzten Zusatzmodulen.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel CISA verpflichtet US-Behörden zum Patchen einer aktiv ausgenutzten Drupal-Lücke 26.05.2026
- Artikel GitHub-Einbruch über manipulierte Nx-Console-Erweiterung: 3.800 Repositories abgeflossen 25.05.2026
- Artikel SQL-Injection in Drupal Core wird aktiv ausgenutzt – CISA nimmt Lücke in KEV-Katalog auf 23.05.2026
- Artikel Drupal warnt vor aktiver Ausnutzung von CVE-2026-9082 22.05.2026
- Artikel Drupal: Kritische SQL-Injection-Lücke wird aktiv angegriffen 22.05.2026
- Artikel Kritische Drupal-Lücke ermöglicht SQL-Injection auf PostgreSQL-Seiten 21.05.2026