Die Schwachstelle betrifft die WebGL-Komponente von Google Chrome unter Android. WebGL dient dazu, 3D- und Grafikinhalte direkt im Browser darzustellen. Durch einen Fehler bei der Speicherbehandlung kann die Komponente beim Verarbeiten manipulierter Inhalte über die Grenzen eines vorgesehenen Speicherbereichs hinaus lesen. Ein Angreifer muss dafür lediglich eine präparierte HTML-Seite bereitstellen und das Opfer dazu bringen, sie aufzurufen – eine Anmeldung oder weitergehende Rechte auf dem Gerät sind nicht erforderlich. Gelingt dies, kann der Angreifer Speicherinhalte auslesen, die außerhalb der Sandbox liegen, also außerhalb der Schutzschicht, die Webinhalte eigentlich vom übrigen System abschirmt. Auf diesem Weg können vertrauliche Daten aus dem Arbeitsspeicher abfließen; zugleich lassen sich solche Informationen nutzen, um Schutzmechanismen zu umgehen und weitere Angriffe vorzubereiten. Betroffen sind Nutzer des Chrome-Browsers auf Android-Geräten.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Chrome 153 und Firefox 156: Updates schließen 115 Schwachstellen 16.09.2026